Camt - Fluch oder Segen?

Die Buchhaltungsabteilungen von Unternehmen stehen unter enormen Kostendruck. Selbstlernende Kontoauszugssysteme könnten die Probleme lindern und Treasurern Zeit geben, sich auf Tätigkeiten mit höherer Wertschöpfung zu konzentrieren.

Eindeutige und allgemeingültige Vorgaben für den Zahlungsverkehr, umgesetzt in XML – das klingt eigentlich vielversprechend. Doch die Lösung lässt auf sich warten: Nachdem das Kontoauszugsformat Camt bereits im Jahre 2014 eingeführt werden sollte, endet die erneute Übergangsfrist jetzt erst 2016. Die positiven Erwartungen sind inzwischen gedämpft, insbesondere die Ableitung von Zuordnungen aus dem Verwendungszweck bereitet Schwierigkeiten bei der Buchung. Das Problem: Die Banken liefern ganz unterschiedliche Informationen zu den Verwendungszweckzeilen (VWZ), die sie aus den ursprünglichen Angaben herauslesen. Rechnungs- oder Kundennummern gehen dabei verloren. Aber womit soll die Buchhaltung arbeiten?

Auch Buchhaltungsabteilungen stehen heutzutage unter enormem Kostendruck. Die Lösungsansätze, um Kosten zu sparen, sind vielfältig. Prozesse werden automatisiert und optimiert, Kunden genötigt, nur noch bestimmte Zahlwege zu nutzen, oder die Datenerfassung wird an Subunternehmen in Afrika ausgelagert.

Fehlerquelle Mensch

Unternehmen, die ihr Einsparungspotenzial weniger radikal ausschöpfen und dabei möglichst wenig Daten oder Kunden verlieren wollen, sollten auf eine leistungsstarke Software zur Kontoauszugsverarbeitung setzen. Je nach Unternehmen müssen pro Monat Millionen Auszugspositionen verbucht werden, die idealerweise automatisch über ein Programm zugeordnet werden sollten.

Erschwert wird die automatische Zuordnung beispielsweise durch Zahlendreher im Verwendungszweck oder unnötige Kommentare anstelle der Kundennummer. Dadurch muss teilweise aufwendig manuell nachgearbeitet werden. Mit elektronischen Kontoverarbeitungsprogrammen (Elko) können Unternehmen viele Zuordnungshindernisse abdecken. Die Einstellungen sind aber oft sehr aufwendig und schwierig zu handhaben. Mit Camt stehen Unternehmen erneut vor dem gleichen Problem.

Kontoauszugsverarbeitung effizienter gestalten

Einen Ausweg bieten lernende Systeme für die Kontoauszugsverarbeitung. Wenn eine Auszugsposition nicht automatisch zugeordnet werden kann, weist der Sachbearbeiter den Posten in der Nachbearbeitung manuell zu. Vorgenommene Zuordnungen werden in speziellen Tabellen gespeichert. Kommt der Sachverhalt erneut vor, erinnert sich das System an den Vorgang und schlägt die Zuordnung automatisch vor. Mit einem Mausklick kann die Buchung dann durchgeführt werden, oder sie wird vom System direkt gebucht.

Die Nachbearbeitung der Buchungen ist für Unternehmen derweil aufwendig, aber machbar. Albert Einstein befand einst: „Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Man könnte den Spruch folgendermaßen auf Elko-Verarbeitungsprogramme übertragen: Es wird immer eine Nachbearbeitung notwendig sein, aber das kann man in den Griff kriegen. Bei lernenden Verarbeitungssystemen müssen Unternehmen sich mit jeder möglichen Variante immer nur einmal beschäftigen, auch im Falle von Camt.

Camt als Chance

Die Abwicklung von Finanzprozessen und erfolgreiche Steuerung ihrer Betriebe fordert viele Unternehmen heraus: Zahlen müssen aufbereitet, ausgewertet, abgelegt und mobil bereitgestellt werden. Gelder sollen verfügbar sein und Werte gesichert werden. Das alles muss in Echtzeit geschehen, während Mitarbeiter gleichzeitig die Sicherheitsvorschriften einhalten.

Unternehmen sollten sich fragen: Wie viele Angestellte sind mit der Kontoauszugsbearbeitung beschäftigt? Vielleicht können einige Mitarbeiter an anderer Stelle viel wertschöpfender eingesetzt werden. Camt kann für Unternehmen durchaus eine Chance sein, die Kontauszugsverarbeitung in die richtige Richtung zu lenken und auf zukunftsorientierte Lösungen zu setzen.

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